Zutaten des lokalen Marktes
Heute mittag bekam ich eine Twitter von Remco Timmermans über Nahrung mit einer Link nach einen Vortrag Jamie Olivers. Gerade heute morgen hatte ich die tägliche Markthalle besucht wo ich mit Vergnügen frische Paprika, Karotten und Gurken gekauft habe für den Lunch. Es ist so schön so viele Nahrungsmittel gesammelt zu sehen. Gemüse, Obst, Eier, Fleisch, Fisch. Es gibt hier sogar, wenn man seinen eigenen Flaschen mitnehmt, frischer Milch direkt von der Kuh. Nichts ist verpackt oder im voraus geschnitten. Man muß es einfach selber tun. Wenn man an Kultur denkt, denkt man oft an das Theater, das Museum, die Musik, die Literatur, aber selbstverständlich
ist dieser Begriff viel großer und ich glaube daß die lokale Küche auch dazu gehört. In den Niederlanden bekommt Nährung sicher nicht immer die Andacht und Energie die hier selbstverständlich ist. Hier ist das Bereiten von Nährung allerdings eine tägliche und normale Beschäftigung.
Jøzs Koch, Staatsbeamten für die Provinz, hatte mich und einigen anderen heute abend eingeladen für ein Diner bei ihm zuhause. Wir werden herzlich empfangen und ich war überrascht von seiner großen Sammlung (Zsolnay-) Porzellan, antiken möbeln und Gemälde. Die ungarische Küche ist entstanden aus der Bauertradition und
deswegen gab es ungarische Wurst, Fett, Kartoffeln, gesalzene Zwiebelsalat, Eier und eine snafte Käse-Paprika Salat. Beim Empfang gab es gleich alkoholischen Getränke und als dann auch während des Diners ziemlich viel lokalen Wein getrunken wurde, mußte ich darauf achten daß ich nicht betrunken würde. Ich glaubte daß es nicht so gut wäre wenn ich betrunken wäre während des wöchentlichen Interviews mit dem holländischen Rundfunk, später am Abend. Als ich verstand daß man keiner neuen Wein bekommt wenn das Glas nicht leer sei, war das Problem schnell gelöst. Das Dessert war zuckerte Kastanien mit Sahne. Wenn ich ehrlich sein würde, dachte ich
zuerst: Kastanien? Aber es war wirklich entzückend. Natürlich gab es auch beim Dessert einen speziellen Wein. Tokije, eine Art lokalen Sherry.
Am Anfang des Abends füllte ich mich nicht ganz heimisch, aber ich kann nicht anders sagen, nach so viele Getränken ist es egal welche Sprache man spricht und spricht man jede Sprache ausgezeichnet. Also auch ungarisch: Egészségedre!


Utrecht