Alte und neue Bilder
Gestern waren wir zum Stadthaus von Pécs eingeladen. Das Stadthaus, gebaut Anfang des 20. Jahrhunderts, direkt am Hauptplatz Széchenyi tér, atmet eine Apmosphäre klassischer Würde. Auch hier gibt es wieder die hohen Decken, Charme und Stil, jedoch ein wenig altmodisch noch von bevor der Wende. Bürgermeister Zsolt Páva war bereit mit zum Wohnwagen zu laufen um den offiziellen ‘Peecs 2010’ Sticker auf die Landkarte zu kleben.
Der Spaziergang vom Stadthaus zum Domplatz gab mir die Chance ihm zu fragen was nahc ihm die Seele Pécs sei. Die Stadt hat eine hilfsbereite und gastfreie Geschichte. Herr Páva erzhählte wie während des Balkankrieges, Anfang der neunziger Jahre, die Schüsse zu hören waren. Die Stadt hat während des Balkankrieges viele Flüchtlinge aufgenommen, wofür sie 1998 die Unesco Friedenspreis bekamen.
Nach dem Logo Pécs 2010 hat Bürgermeister Páva zusammen mit Jo de Vliet das neue Logo von Utrecht auf dem Wohnwagen angebracht. Gerade an dem Tag nach meiner Abreise am 3. Januar hatte die Stadt Utrecht im Stadttheater ihr neues Logo bekannt enthüllt. Rückwirkend jetzt auch auf dem utrechter ‘Trekhaak gezocht’ Wohnwagen.
Neben den früh christlichen Grabkapellen, dem Dom und der berühmten Gázi Kászim para Moschee, hat Pécs eine weitere kulturelle Attraktion. Der ungarische Mahler Tivadar Csontváry, geboren im gleichen Jahr als Vincent van Gogh, hat hier ein Museum. Der Stil ist kein Kennzeichnender. Wenn ich mich trotzdem bemühe ist es ein naiver und farbenreicher Mahlstil mit ab und zu ein Werk von riesigen Abmessungen (wie ‘die Maria Quelle in Nazareth’). Csontváry war ein Autodidakt. Ich finde vor allem seine Sonne- und Mondlicht von außergewöhnlicher Qualität.
Abends habe ich mein erstes ungarisches Konzert gegeben. Der Keller des gerade geöffenten Teehäuschens ‘ExoTee’ am Kiraly utca 28 war zu einem stimmungvollen Theatersaal mit sowohl ungarischen als orientalischen Atmospheren umgebaut. Es war eine tolle Erfahrung auf Niederländisch zu singen während fast keiner es verstand. Jedoch kam der Inhalt an. Durch die Musik, Expression und englische Erklärungen zwischendurch kamen die Bilder der Lieder wie ‘Spring’, ‘Spreek je uit’ und ‘Domstad’ auch bei den Ungaren an. Als eine Folge aller Überraschungen, Improvisierungen, der Sprache, des ersten Konzerts im ExoTee und des Rushes der Reise, fühlte ich die Freiheit zum Ausprobieren eines neuen Songs mit dem Titel ‘Nieuw licht’. Neue Bilder also. Das Ziel ist ein neues Album!
Utrecht