Märchenhaft beschneit Budapest
Eine kurze Nacht. Ich bekam noch viele Sms-Nachrichten daß die ‘Anhängerkupplung gesucht Reise’ in der holländischen nationalen Tageschau war. Heute morgen eine Nachricht von Peter und Sabine Visvader mit dem Angebot den Wohnwagen weiter zu ziehen in der Richtung nach die ungarische Grenze.
Ich war sehr froh mit diesem Angebot da es ziemlich schwierig sein kann im Zentrum eine Mitfahrgelegenheit mit Anhängerkupplung nach eine Autobahn zu finden. Ich mußte mich beeilen um den Wohnwagen reisfertig zu machen und deswegen reiste ich aus Wien ab ohne Frühstück.
Natürlich habe ich Wien viel zu wenig genießt, es war eigentlich nur ganz kurz die Schönheit kosten, mehr nicht. Peter Visvader widmet sich einem ganz besonderen Projekt, die Rekonstruktion eines historischen Donauschiffes. Sein frischer Vorsatz ist danach zu streben daß das Schiff vor Mai 2010 ins Wasser gelassen werden kann aber zuerst soll noch die benötigte Finanzierung erworben werden müssen. Ich bin eingeladen worden um ein Konzert zu geben auf dem historischen Donauschiff während eine kulturelle Fahrt im Sommer. Es gibt jetzt also ein guter Grund um zurück zu kommen nach Österreich.
Unterwegs interessante Gespräche über wie eigenartig es eigentlich ist daß ein großes Teil unseren Nahrung so viele Kilometer zurücklegt bevor es auf einem Teller liegt. Peter nannte das Beispiel daß Schweinen aus ganz Europa nach Ungarn transportiert werden worauf sie zur berühmten ungarischen Salami verarbeitet und verkauft werden. Ein Vorteil der Gespräche war daß wir bis einer Tankstelle in Györ gefahren sind.
Es ist der erste Mal daß ich in Ungarn bin, also alles ist neu. Die Sprache – und die ist schwierig, kann ich ja sagen -, die Landschaft, die Häuser und keine Euros mehr sondern Forinten. Etwas zu bestellen und mit der Kreditkarte zu bezahlen ohne zu wissen wieviel es kostet, füllt frei. Die Freundlichkeit der ungarischen Menschen wird bald klar wenn ich vom dritten Person den ich spreche eine Mitfahrgelegenheit bekomme. Wir müssen wieder das Gepäck aus dem Auto nehmen und in den Wohnwagen tun, aber danach sitze ich mit Sandor (Alex) und Gjöngyi Herba’ly und ihre zwei Töchter Blanka und Bettina im Auto nach Budapest. Dachs war auch zufrieden weil sie während zwei Stunden von vier sanften Mädchenhänden gestreichelt worden ist.
Dann die Stadt hinein, über die Donau, von Buda nach den graziösen Heldenplatz in Pest. Schönen guten Vorsatzen eingebüchst: Gjöngyi wird Deutsch lernen und Sandor wird seines neuen digitalen Informationsytem introduzieren.
Frische Schnee am Abend im traditionellen Badhaus. Außen auf dem großen Hof, umgeben von alten steinen Kuppeldächer, gibt es ein großes Bad. Die Temperatur des Wassers ist 38 C während es schneet. Von Dampfwolken umgeben sehe ich ganz verschiedene Menschen im Wasser; ein Junge spielt im Bad, zwei Damen unterhalten sich ganz konzentriert, Liebespaare küssen, eine junge Frau tröstet ihre Freundin, ein alterer Mann mit seiner Blumenbadkappe tragenden Frau auf seinem Rücken schwimmt vorüber, Jugendliche rollen durch die Schnee und ein ermüdeter Mann schlaft auf die breite Treppe des Bades. Alles ist gehüllt in unbestimmtem Lichtschein und von Dampf umgeben. Eine magische Sammlung menschlicher Schönheit an diesem Winterabend in Budapest!
Utrecht