Wohnwagenwanderer
Wir sind noch immer auf der schönsten Stelle Kölns: direkt am Rhein mit einer super Aussicht auf dem Domturm, aber – wie es von einem berühmten, Holländischen Fußballer gesagt worden ist -, jedes Vorteil hat seines Nachteil: bei uns ist das der schon zwei Tagen kaum funktionierenden Gasofen.
Seit der Ankunft in Köln fängt die Dauerflamme immer an zu ticken, was normalerweise bedeutet daß die Gasflasche leer ist. Merkwürdig war aber daß den Kochapparat noch funktionierte. Weil das Ticken auch immer zusammen ging mit kleine Stichflammen, dacht ich es wäre besser den Gasofen auszumachen und herauszufinden was das Problem ist.
Heutemorgen trotz die drei Decken frierend erwachen – nachts ist es nämlich minus 4 Graden und es gibt einen rauhen Wind hier auf dem Kai. Jetzt soll ich wirklich den Wohnwagensponser anrufen. Da wurde gesagt daß den Wind das Problem sein könnte. Da hatte ich nicht an gedacht, so viel Erfahrung habe ich noch nicht mit Wohnwagen. Also, wir haben den Wohnwagen unter die Brücke geschieben, und ja, das Problem war damit gelöst.
Es gibt viel Logistiek und viel zu organisieren beim Wohnwagentrampen, wie das Füllen den Gasflaschen für die lange Reise nach Österreich. Alle Akkus aufladen, online kommunizieren und, sehr wichtig, das Finden einer Dusche.
Heute mittag nach der Lunch (ein spontanes Besuch von Pecha Kucha freunden Deborah und Markus macht den Wohnwagen doch ein wenig mein Heim) mit leere Gasflasche, Laptop, Duschesachen und Dachs mit der Zugbrücke nach den Domplatz gelaufen. Hier in Köln, nicht in Utrecht.. Drinnen im Dom eine Kerze angezündet für meine Großmutter Driessen, die gestorben ist.
Heute nachmittag habe ich gegessen und geduscht bei Maike und danach ist es mir gelungen die Gasflaschen zu füllen irgendwo in der anderen Seite der Stadt. Dann mit die U-Bahn und Straßenbahn wieder zurück nach den Wohenwagen. Morgen früh, 5 Uhr, habe ich eine Fahrt nach der Mitte Deutschlands. Peter geht zurück nach Berlin und ich gehe nach Österreich. Es ist alles ganz speziell aber es ist auch anstrengend Wohnwagenwanderer zu sein.

Utrecht